Wir unterstützen die Arbeit bestehender Initiativen und Vereine im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit und setzen uns dafür ein, dass trotz geringerer städtischer Finanzmittel der Handlungsspielraum dieser Gruppen nicht eingeschränkt werden muss. Die in unserem Stadtteil erfreulicherweise zahlreichen Modellprojekte wollen wir mit Interesse begleiten und unterstützen.

Gostenhofer Kindergärten und Horte sind besonders geeignet für den notwendigen Ausbau der interkulturellen Erziehung, die sich an deutsche und ausländische Kinder gleichermaßen richtet. Dazu ist es wichtig, dass auch mehr ausländische Erzieherinnen und Erzieher in diesen Einrichtungen arbeiten. Notwendig sind ausreichende Hortplätze(insbesondere Preißlerstraße) mit Mittagsbetreuung.

Damit Kinder von ausländischen und zugewanderten Familien gleiche Lebenschancen bekommen, muss ihnen mehr Unterstützung zum Erlernen der deutschen Sprache – bereits im Kindergarten und durch das Programm „Mama lernt Deutsch“- geboten werden.

Pilotprojekte für die bundesweit diskutierte qualifizierte Ganztagsbetreuung, sowohl an Schulen, wie in Kindertagesstätten (auch für Kinder unter 3 Jahren) sollen in Nürnberg angesichts der Sozialstruktur vorrangig in Gostenhof realisiert werden.Das Hortangebot für die Kinder Gostenhofer Schulen ist nicht ausreichend. Deshalb fordern wir, insbesondere für Gostenhof-Ost, eine Ausweitung des Hortangebots.

Die notwendige Jugendarbeit in Gostenhof erfordert es, dass vorrangig die erfolgreiche Arbeit des JUBS in geeigneter Form und finanziell abgesichert, wieder aufgenommen und weiterentwickelt wird. Außerdem muss die bauliche Sanierung des Kinder- und Jugendhaus GOST wie vorgesehen jetzt realisiert und ein nutzungsoffenes Konzept entwickelt werden. Ausdrücklich unterstützt wird die Kooperation mit der Musikzentrale, wenn diese sich den Jugendlichen im Stadtteil aktiv öffnet. Die Arbeit in den Kinder- und Jugendeinrichtungen soll sich mehr in den Stadtteil hinein öffnen und die Kooperation besonders mit den Schulen soll verstärkt werden.

Das Nachbarschaftshaus muss schrittweise, aber kontinuierlich baulich weiter verbessert werden. Darüberhinaus muss das Angebot, orientiert an dem neuen Konzept mit den Schwerpunkten bürgerschaftliches Engagement und interkulturelle Arbeit, inhaltlich weiterentwickelt werden.

Kulturelle Gemeinschaftsprojekte im Stadtteil (z.B: Gostenhofer Galerietage) sollen unterstützt werden.

Generationenübergreifende Projekte in kulturellen und sozialen Einrichtungen sollen angeregt und nachhaltig unterstützt werden.

Möglichst viele Freiflächen im Stadtteil sollen als Lebensraum für Kinder und Jugendliche zurückgewonnen oder erhalten werden, so z.B. der Straßenraum vor der Preißlerschule und eine bessere Nutzung des Pausenhofs.

Wir fordern mehr Spiel-Räume für Kinder und Jugendliche: z.B. den Grünstreifen entlang der Austraße auf dem Bahngelände, Öffnung des Kohlenhofs für Jugendliche, Umgestaltung der Oberen Seitenstraße zur Spielstraße am Jamnitzer Platz, Unterstützung der Pausenhoföffnung der Schule Preißlerstraße, Öffnung des Pausenhofs der B2, Ausbau der Sporthalle der B2 zur Öffnung für den Stadtteil. Die Fürther Straße soll z.B. zwischen Kern- und Mittlerer Kanalstraße kinderfreundlich umgestaltet werden.

Besonders engagieren möchte sich der Ortsverein dafür, dass untergenutzte Flächen im Stadtteil teilweise für Jugendliche geöffnet und nutzbar gemacht werden: z.B. große Firmenparkplätze, die an Wochenenden und am Abend ungenutzt sind und insbesondere die von der VAG/N-ERGIE teilweise genutzte Fläche an der Reutersbrunnenstraße/Ecke Maximilianstraße (auf dem Regenrückhaltebecken), die hervorragend für eine Skateranlage geeignet ist.Daneben sollen Flächen, die vorübergehend leerstehen, zur Zwischennutzung frei gegeben werden.

Gostenhof West im Bereich Paumgartner – Maximilianstraße soll in das Förderprogramm „soziale Stadt“ einbezogen werden.

Wir trauern dem Volksbad nach. Wir fordern ein Nutzungskonzept, das auch der Gostenhofer Bevölkerung zugute kommt.

Zur Förderung des umweltfreundlichen Verkehrs fordern wir dringend den Radwegeausbau, um die Verbindung zu den Nachbarstadtteilen Schweinau und Johannis zu verbessern. Vordringlich ist nach Abschluss der Brückensanierung(Brückenstraße) auf der Südseite ein den Fahrradverkehr integrierendes Verkehrskonzept (evtl. Kreisellösung) für eine durchgehende Fahrradverbindung.

Der kreuzungsfreie Ausbau des Frankenschnellwegs wird von der Gostenhofer SPD abgelehnt, weil er unnötig zusätzlichen Verkehr in die Stadt zieht und erhebliche finanzielle Mittel bindet, die dann nicht für die soziale und kulturelle Entwicklung in den Stadtteilen zur Verfügung stehen.

Notwendig ist dagegen eine wirksame Verkehrsflusssteuerung (Leistungssteigerung innerörtlichen Verkehrs und Ableitung überörtlichen LKW-Verkehrs auf BAB-Netz), eingebettet in städtebauliche Verbesserungen für angrenzende Stadtteile.

Erarbeitung eines Ideen- und Nutzungskonzeptes für das Areal Containerbahnhof-Austraße vorrangig für Kleingewerbe, Wohnen, Grün- und Freiräume, sowie Berücksichtigung bei der Ziel –2-Förderung.

Für die Parks im Stadtteil fordern wir, dass die Aufenthaltsqualität für die verschiedenen Nutzergruppen verbessert werden muss.

In das Bemühen, Nürnberg zu einer Stadt der Menschenrechte zu entwickeln, ist der Schwurgerichtssaal 600 als ein Geburtsort der Menschenrechte des 20. Jahrhunderts verstärkt einzubeziehen. Für eine kurzfristige Verbesserung des Status Quo sollen Info-Würfel an der Fürther Straße und im Gebäudeeingangsbereich aufgestellt, sowie an der Fürther Straße zwei Bus-Parkstreifen für Besucher eingerichtet werden.

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