Dass das mehr als eine provokative Frage ist, wurde bei der gleichnamigen Veranstaltung der SPD-Gostenhof am 19.11. im Nachbarschaftshaus leider allzu klar; Dr.Balzer vom chemischen Untersuchungsamt der Stadt Nürnberg zeigte anhand der Messergebnisse: Es stinkt in Gostenhof!

Während die Luftqualität der Innenstadt insgesamt in den letzten 20 Jahren erheblich verbessert werden konnte, liegen Muggenhof und Gostenhof weiter im roten Bereich, die Luft ist hier nach wie vor stark belastet durch Stickstoffdioxid, Feinstäube, Kohlenmonoxid und Benzol.



Der Nürnberger Westen übertrifft an Belastung nicht nur den Durchschnitt des gesamten Stadtgebietes, sondern liegt auch erheblich über den seit September 2002 geltenden EU-Normen.

Damit ist auch offiziell Handlungsbedarf gegeben, denn die Überschreitungen müssen zusammen mit geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Luft nach Brüssel gemeldet werden.

Woran liegt's und was ist also zu tun?

Dr. Balzers Antwort ist eindeutig: Die hohe Verkehrsdichte und das hohe Fahrtempo sind die Hauptverursacher; besonders belasten Dieselmotoren mit ihren unausgereiften Filtern die Luft. Wir erinnern: 550 LKWs fahren täglich durch Gostenhof zum Containerbahnhof in der Austraße!

Deshalb sind auch die erforderlichen Maßnahmen klar:

  • weniger Verkehr
  • Geschwindigkeitsbegrenzungen z.B. auf der Fürther Straße
  • weniger parksuchender Verkehr durch Anwohnerparken
  • ein Verkehrsleitsystem, das auswärtige LKWs direkt an ihren Zielort bringt

So einleuchtend die Forderungen sind, so schwierig wird ihre Umsetzung in unserem zwischen Frankenschnellweg, Fürther Straße und Ringstraße liegenden Stadtteil.

Der SPD-Ortsverein wird nicht nachlassen, immer wieder Schritt für Schritt auf die Umsetzung der notwenigen Maßnahmen hinzuarbeiten, damit sich die dicke Luft aus Gostenhof verzieht!

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