Der Ortsverein Gostenhof fordert die Stadtratsfraktion auf, das in Kürze anlaufende Baugenehmigungsverfahren für die Umgestaltung der historischen Reithalle in der Bärenschanzstraße kritisch zu begleiten und dabei auch für die nötige Transparenz zu sorgen.



An die SPD-Stadtratsfraktion

Liebe Genossinnen und Genossen,


die SPD-Gostenhof wendet sich entschieden gegen die derzeit geplante Umgestaltung der historischen Reithalle in der Bärenschanzstraße.

Seit Jahren wird die Stadt in jeder Bürgerversammlung des Stadtteils erneut dazu aufgefordert, das wertvolle Baudenkmal zu erhalten und einer kulturellen Nutzung zuzuführen. Wenn der Stadt Nürnberg dafür zur Zeit die Mittel fehlen und private Sponsoren bisher nicht gefunden werden konnten, ist das u.E. kein Grund – auch nicht für die Regierung -, so eine Möglichkeit für die Zukunft auszuschließen.

Das nun der Öffentlichkeit vorgestellte Bauvorhaben „Reiterhof“ impliziert so massive Eingriffe in die denkmalgeschützte Bausubstanz – zusätzliche Fenster über die gesamte Erdgeschoss-front; „Laterne“ und “ Dachgauben“ als bewohnbare Vollgeschosse -, dass Fassade und Proportionen stark verändert werden. Dass das Amt für Denkmalschutz dem Investor hierfür eine Genehmigung in Aussicht gestellt hat, ist für uns nicht nachvollziehbar. Vielmehr offenbaren die weitgehenden Zugeständnisse, die die Behörde zu machen wohl bereit ist, dass im Grunde die historische Reithalle für eine Wohnbebauung gar nicht geeignet ist.

Zusammen mit den neben der Reithalle geplanten Stadtvillen wird das gesamte Gelände zu einem so verdichteten Wohngebiet, dass keine Chancen mehr für Frei- und Grünflächen bestehen, die aber in Gostenhof sehr viel vordringlicher wären als „Singlelofts“. Urbanes Wohnen in Gostenhof müsste u.E. günstige Mietwohnungen für Familien mit Kindern und die entsprechenden Freizeitangebote bieten; daran ist Bedarf.

Wir fordern die Fraktion daher auf, die bisherige Linie der Stadt – Erhalt und kulturelle Nutzung – wieder aufzunehmen und das Baugenehmigungsverfahren, das noch nicht angelaufen ist, aber sehr schnell abgeschlossen werden soll (der Investor wirbt mit dem Baubeginn spätestens Dezember) entsprechend kritisch zu begleiten und auch für die nötige Transparenz desselben zu sorgen.


Wir hoffen sehr auf eure Unterstützung !

Mit freundlichen Grüßen

Ise Jelden (Vorsitzende)

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