Innovativ und bürgernah: das virtuelle Auktionshaus der öffentlichen Hand „Zoll-Auktion„: Der Bundesminister der Finanzen, Hans Eichel (SPD), hat am 19. März 2004 auf der CeBIT in Hannover die innovative e-Government-Lösung „Zoll-Auktion“ mit neuer Technik und in neuem Design vorgestellt.

Bundesminister Hans Eichel erklärte hierzu: „Deutschland braucht Innovationen. Sie sind die langfristige Basis für mehr Wachstum und Beschäftigung. Nur so kann Deutschland seine Position im internationalen Wettbewerb sichern und ausbauen. „Made in Germany“ muss ein Markenzeichen für moderne Produkte und Dienstleistungen bleiben. Deshalb dürfen wir in der politischen Diskussion über neue Technologien nicht nur die Risiken betonen. Der Blick für die enormen Chancen von Modernisierung muss wieder unseren Blick in die Zukunft bestimmen. Dafür brauchen wir eine breit angelegte Strategie für mehr Innovation, für mehr Bildung und Forschung.

Der Staat muss dabei in seinem eigenen Tätigkeitsfeld Vorreiter für innovative Lösungen sein. Hier gilt es die Chancen moderner Informationstechnologien für die Bürger zu erschließen. Ein Beispiel für eine sehr erfolgreiche Lösung ist die „Zoll-Auktion„. Aufgrund ihrer besonderen Bürgerfreundlichkeit wurde sie im Jahr 2003 als beste elektronische Dienstleistung in diesem Bereich mit dem BundOnline-Star der eGovernment-Initiative BundOnline 2005 ausgezeichnet.

Unter www.zoll-auktion.de werden beschlagnahmte, gepfändete oder ausgesonderte Gegenstände rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche versteigert. Die Produktpalette umfasst beispielsweise Computer und Notebooks, Handys, Audio-, Video- und Fernsehgeräte, Fotoapparate, Digitalkameras, Kraftfahrzeuge, Motorräder. Die Auktions-Software wird dabei permanent verbessert. Sie ist sehr leistungsfähig und einfach zu bedienen.

Die Zoll-Auktion, das „virtuelle Auktionshaus der öffentlichen Hand“, wird nicht allein vom Zoll genutzt. Zu den 240 Anbietern, die hier aktiv sind, gehören unter anderem der Deutsche Bundestag, Ministerien des Bundes und der Länder, Staatsanwaltschaften, Bundesämter, Bundesgrenzschutz- und Polizeidienststellen, zahlreiche Stadt- und Gemeindekassen, Wasser- und Schifffahrtsämter sowie Finanzämter.

Zurzeit arbeitet eine Projektgruppe aus Mitgliedern des Zolls und des Bundesamtes für Finanzen daran, die Basiskomponente „Zahlungsverkehrsplattform“ (ePayment) der Initiative BundOnline 2005 zu integrieren. Geplant ist, dass ersteigerte Artikel der Zoll-Auktion zukünftig auch online per Kreditkarte bezahlt werden können.

Das vergangene Jahr war überaus positiv: In 2003 wurden insgesamt 12.700 Artikel, darunter auch 1.400 Fahrzeuge, über die Zoll-Auktion versteigert. Aber es gibt hier noch ein deutliches Steigerungspotential. Es ist das Ziel, dieses Potential auszuschöpfen!“

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