Wegen verschiedener falscher Berichte über die Neuregelungen bei der Versorgung mit Zahnersatz stellt Pressesprecher Klaus Vater klar: „Mit der im Konsens zwischen der Regierungskoalition und der Union getroffenen Entscheidung zum Zahnersatz ändert sich für die Versicherten als Patientinnen und Patienten zunächst einmal nichts. Deshalb sind Darstellungen, wonach die gesetzlichen Krankenkassen ab 2005 den Zahnersatz nicht mehr zu bezahlen brauchten, falsch.

Der Zahnersatz bleibt als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung in vollem Umfang erhalten. Das gilt für die Qualität der Versorgung ebenso wie für das Bonusheft und die Härtefallregelungen. Auch die Familienmitversicherung für diesen Bereich bleibt erhalten, d.h. nicht erwerbstätige Ehepartner und Kinder sind beitragsfrei mitversichert. Lediglich die Finanzierung ändert sich ab 2005: der Zuschuss der Arbeitgeber entfällt, die Versicherten zahlen einen eigenen monatlichen Beitrag.

Alle Versicherten erhalten – und das ist neu – die Wahlmöglichkeit, den Zahnersatz in der gesetzlichen Krankenversicherung oder bei einem privaten Unternehmen abzusichern. Für alle, die sich für ihre gesetzliche Krankenkasse entscheiden, bleibt alles wie es ist.

Die Gesundheitsreform bringt den Versicherten bei der Leistung Zahnersatz Vorteile. Denn anstelle der bisherigen prozentualen Anteile an den Kosten für Zahnersatz nach dem Leistungskatalog der Kassen werden von den gesetzlichen Krankenkassen künftig sogenannte befundbezogene Festzuschüsse gezahlt. Versicherte können sich für jede medizinisch anerkannte Versorgungsform (z. B. auch implantatgetragener Zahnersatz) entscheiden, ohne den Anspruch auf Kassenzuschuss zu verlieren. Für jeden Befund gibt es dann einen festen Zuschuss, der unabhängig von der gewählten Versorgungsform in einheitlicher Höhe gezahlt wird.“

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