Zwei unter einem Dach: Musikzentrale und GOST

Das Vorstandsmitglied der Musikzentrale Harry Trepte über das Gemeinschaftprojekt mit dem Jugenhaus GOST

Harry Trepte wohnt mitten in Gostenhof. Als Musiker ist er seit vielen Jahren in Nürnberg unterwegs und hat viele, viele Kontakte. Er ist Vorstandsmitglied der Musikzentrale, eines seit den siebziger Jahren bestehenden Vereins, in dem sich Musiker und Bands aus ganz Nürnberg zusammengeschlossen haben, außerdem ist er stellvertretender Vositzender der SPD Gostenhof.Die Musikzentrale hat Standorte und Probenräume im Jakobstorbunker, an der Regensburger Straße und neuerdings auch in der Dianastraße. Ursprung und Herz der Musikzentrale ist aber Gostenhof: In der Kernstraße sind Verwaltung und Archiv angesiedelt. Jetzt tut sich etwas Neues. In der Eberhardshofstraße gibt es eine große Baustelle. Wir fragen Harry, was dort geschieht.



harryuguenther.jpgKurier: Was wird in der Eberhardshofstr. hinter dem Rio-Kino gebaut?
Harry: Hier entsteht ein Gemeinschaftsprojekt: Das Kinder- und Jugendhaus GOST, das sich schon dort befand, wird um- und ausgebaut. Die Musikzentrale zieht mit ein. Gemeinsame Projekte sind geplant.

Kurier: Wie kam es zu der Idee eines Umbaus?
Harry: Das Kinder- und Jugendhaus GOST ist eine dem Jugendamt unterstellte Einrichtung, die verschiedene soziale Angebote wie z.B. Hausaufgabenbetreuunganbietet. Leiter des GOST ist Peter Mack. Er wollte aus dem alten, dunklen Fabrikgebäude, in dem sich das GOST befindet, eine moderne bauliche Einrichtung machen. Da wir die Musikzentrale auch ausweiten wollen, kam es zu der Idee, ein integriertes Gesamtprojekt anzustreben. Unterstützt haben uns dabei Dr. Wagner vom Jugendamt, die ehemalige SPD-Vorsitzende von Gostenhof Ise Jelden, Christine Limbacher (Gostenhofer SPD-Stadträtin), Gebhard Schönfelder (SPD-Franktionschef im Rathaus) und immer wieder OB Maly, der mehrfach direkt eingegriffen hat, damit alles weiterging und die Gelder tatsächlich fließen. Vor einem Jahr stand alles nochmals auf der Kippe, aber die SPD Gostenhof hat im Rathaus mächtig Druck gemacht, so dass es dann doch weiterging. Das war super, vielen Dank!

Kurier: Wie sieht das neue GOST mit der Musikzentrale aus?
Harry: Unten wird es einen Club geben, das „Rix“, wo etwa 12 bis 14 mal im Jahr größere Konzerte stattfinden sollen. Außerdem sollen immer wieder Nachwuchsbands spielen und Bandwettbewerbe stattfinden. Den Bereich oben nennen wir „Pop and Education“: darunter sind zusammengefaßt ein Studio, Unterrichts- und Probenräume, und Verwaltung.

Kurier: Was bringt das neue Konzept den Jugendlichen?
Harry: Hier finden Nachwuchsmusiker alles, was sie brauchen: Probenräume, Vermittlung von Auftritten, Hilfestellung bei CD-Produktionen. Man kann das Studio sehr günstig nutzen, außerdem Leute treffen. Das neue GOST/Musikzentrale ist ja wirklich sehr zentral gelegen, die U-Bahn ist vor der Tür. Eine eigene Zeitschrift haben wir schon jetzt: den „Zentralnerv“. Mit Peter Mack planen wir zusammen Angebote für die Kinder und Jugendlichen im Stadtteil.

Kurier: Wann wird der neue Bau fertig?
Harry: Gebaut wird schon, und wir hoffen, bis zum Anfang nächsten Jahres die neuen Räume beziehen zu können. Ob wir unsere alten Räume in der Kernstr. dann aufgeben, wissen wir noch nicht. Die Musikzentrale wächst ja noch, und für die 500 Bands, die wir mittlerweile betreuen, brauchen wir immer Räume.

Kurier: Gibt es schon einen Termin für ein Eröffnungskonzert im neuen Club‚ „Rix“? Und wer wird da spielen?
Harry: Nein, einen Termin können wir erst machen, wenn wir genau wissen, wann der Bau fertig ist. Und wer da spielen wird? Viele, viele gute Musiker! Mehr verrate ich jetzt noch nicht…

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