Podiumsdiskussion vom 8. November im Nachbarschaftshaus Gostenhof

Auf die Eröffnung der Straße der Menschenrechte und die jährliche Verleihung des Menschenrechtspreises der Stadt Nürnberg verweisend, begleitet die Stadt ihren Namen gerne mit dem Zusatz „Stadt des Friedens und der Menschenrechte“. Doch wie sieht der Alltag außerhalb dieser besonderen Anlässe aus? Insbesondere stellt sich die Frage, wie die Stadt diesem Anspruch gerecht werden kann, wenn gleichzeitig die Flüchtlingssituation in Nürnberg keine rosige ist.

Am 8.11.2011 luden der OV Gostenhof und die Jusos Nürnberg zu einer Podiumsdiskussion im Nachbarschaftshaus, welche die Gelegenheit geben sollte, ebendiese drängenden Fragen zu diskutieren. Als Podiumsteilnehmer waren Martina Sommer (AWO Nürnberg), Detlev Janetzek (Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg) und Friedrich Popp (Integrationsrat) geladen, die sich nach einer ersten Einschätzung ihrerseits den kritischen Fragen und Anmerkungen des Publikums, unter welchem sich auch Flüchtlinge befanden, stellten. Nach 90 Minuten kontroverser, sachlicher Diskussion stand schließlich fest, dass die Ausländerbehörde und wir als Zivilgesellschaft damit aufhören müssen uns hinter den Zwängen des geringen Spielraums der geschaffenen gesetzlichen Strukturen zu verstecken. Denn bereits im alltäglichen Leben, außerhalb aller Aufenthaltsregelungen, fängt die Achtung von Flüchtlingen an. So ambitioniert der Begriff Menschenrecht sein mag, jede/r sollte zu einer lebendigen Menschlichkeit beitragen und alltäglicher Diskriminierung entgegentreten.

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